Was ist eigentlich Team und Cattlepenning?

Team Penning: 3 Reiter – 3 Pferde – 3 Rinder

Cattle Penning: 1 Reiter – 1 Pferd – 1 Rind

Vorsicht Mädels! Hier kommen wieder die verrückten auf ihren Pferden!

 

- Start frei!                                                      

- richtige Rinder finden                

- in den Pen treiben - Time!

 

Klingt einfach – ist es aber nicht.

Im Wettbewerb stehen sich eine Herde Rinder sowie 3 Pferde mit 3 Reitern gegenüber. Jeweils drei Rinder tragen die gleiche Rückennummer.  Ziel ist es, die richtigen drei Rinder aus der Herde auszusortieren, diese auf die andere Seite der Arena zu bringen und schneller als irgendein anderes Team in das Gatter (Pen) zu treiben. Daher kommt auch das Wort „Penning“. 

Hierfür steht dem Team zum Beispiel in der „OPEN“-Klasse eine Zeit von 90 Sekunden zur Verfügung. Sobald die erlaubte Zeit abgelaufen ist, wird der Lauf mit „no-time“ gewertet. Auch dürfen gleichzeitig nicht mehr als 4 Rinder über die Foul-Line. Das Team bekommt in einem solchen Fall die rote Flagge gezeigt und wird mit einer „no-time“-Wertung bestraft.

Was ist eine Foul-Line? Hierbei handelt es sich um eine klar markierte Linie vor der Rinderherde, die auf der Höhe von ca. einem Drittel der gesamten Länge der Arena durchgeht, jedoch nicht zu verwechseln mit der Start-Line!

Was ist eine Start-Line? Diese Linie verläuft durch die Mitte der Arena. Wenn man sie überreitet, wird die elektronische Uhr automatisch gestartet und man erhält die Nummer der richtigen Rinder.

 

 

 

 

 

Und wie bringe ich das Rind dazu, aus der Herde zu rennen?

Finde deine Stärke und die deines Pferdes im Training heraus. Kann es besser „cutten“ oder die Herde eher halten? Wenn es kontrolliert, aber mit viel Selbstbewusstsein und Cow-Sense in die Herde geht und so das richtige Rind durch die anderen Tiere herausschicken kann, ist das Euer Job. Kann es schnell wenden und blitzartige Drehungen machen um die Herde davon abzuhalten, allesamt über die Foul-Line zu rennen, dann ist diese Position eher was für Euch. Schicke also das richtige Rind mit angemessenem Druck nach oben und siehe zu, dass es auch dort bleibt! Versuche zusammen mit deinem Team auch noch die fehlenden Rinder auf die gleiche Weise zu holen und treibe dann alle kontrolliert in den Pen. Alle drin? Jetzt schnell einen der beiden Buttons drücken, um die Zeit zu stoppen! Wichtig ist in jedem Fall, dass das Team kommuniziert, Schwachpunkte erkennt und in einem solchen Fall sofort umdisponiert. Zusammenarbeit ist das „A“ und „O“ bei diesem Sport.

Beim Cattle-Penning gilt das Gleiche. Hier stehst Du der Herde allerdings alleine gegenüber!

 

 

Was ist dann Ranch Sorting?

Ranch Sorting ist ein Team Event. Zwei Corrals sind nebeneinander aufgebaut und mit einem Durchgang von ca. 5 Meter miteinander verbunden. In einem sind 12 Rinder, 10 sind nummeriert, 2 nicht. Beim Überreiten der Startlinie (Durchgang) wird den beiden Reitern eine Nummer genannt, mit der sie beginnen müssen. Nennt der Richter die Nummer 8, wird zuerst das Rind mit dieser Nummer gearbeitet, dann die 9, 0, 1, 2, etc. Die Rinder müssen nacheinander in der richtigen Reihenfolge von einem Corral in den anderen getrieben werden. Die beiden nicht nummerierten Rinder dürfen erst nach dem letzten Rind den ersten Corral verlassen. Hierfür stehen den Teilnehmern in der OPEN-Klasse 60 Sekunden zur Verfügung. Gewinner ist, wer in dieser Minute die meisten Rinder rüberbringt. Falsches Rind oder ein Zurückrennen der bereits rübergetriebenen Rinder wird mit "No-Time" gewertet.

Kann mein Pferd das?

Welche Voraussetzungen müssen für diesen Sport erfüllt werden und wo kann man das mal ausprobieren?

Eigentlich hat das mit der Rasse nichts zutun. Cowsense muss das Tier besitzen und nicht gerade die Ausmaße eines Springpferdes haben, denn hier gilt meist: Je kleiner, desto wendiger. Weniger ist hier also wieder einmal mehr! Wichtig ist vor allem, dass das Tier gut geritten, sehr fein an den Hilfen und durchtrainiert ist. Sein Pferd von der Weide zu holen und einfach nur Cowboy spielen – so einfach ist das nicht. Auch ein „Cowboy“ muss - um in diesem Sport ganz oben mitzureiten, seine „Hausaufgaben“ machen.

Natürlich eignen sich die 4 weltweit bekanntesten Westernpferderassen (Quarterhorse, Painthorse, Appaloosa und Criollo) am Besten für diesen Sport. Größe, Gebäude und Muskulatur sowie Wesen sind hier speziell für diese Arbeit herausgezüchtet worden, aber wir haben unter unseren Spitzenreitern ganz andere witzige Pferd-Reiter-Kombinationen, die – man staune – auch noch richtig erfolgreich sind.

Es muss also nicht immer ein teurer Quarter aus bester Cutting-Linie sein. Oft wird man von seinem Freizeitpartner mehr als überrascht und weiß gar nicht, was so in ihm steckt. Gerne helfen wir Interessenten herauszufinden, ob sich da ein „Cowhorse“ hinter dem auf der Weide fressenden „Kau-Horse“ versteckt. Fragen zu Trainingsmöglichkeiten, sowie Interesse an eventueller Nachzucht dieser Pferde gerne an info@gtpa.de.

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